Die Freiwillige Feuerwehr ist gelebte Hilfsbereitschaft

Oft wird es im Eifer des Gefechts übersehen: Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht einfach irgendein Verein. Die oft über hundert Jahre alten Dorffeuerwehren sind den Gemeinden unterstellt.

Die Freiwillige Feuerwehr

Im Amtsdeutsch ausgedrückt handelt es sich um die Aktive Wehr, die ein Teil der öffentlichen Gebietskörperschaft ist. Wir sprechen bei der Gebietskörperschaft von der Gemeinde, dem Ort oder Dorf. Die Gerätehäuser, die Feuerwehrautos und alle Gerätschaften gehören also der Gemeinde.

Anders ist es bei den Freiwilligen Feuerwehrleuten. Wie der Name schon sagt, verüben sie ihren Dienst freiwillig. Egal ob Kinder- oder Jugendfeuerwehr, aktiver Dienst oder sogar Kommandant. Es ist ein Ehrenamt ohne festes Gehalt. Für Einsätze gibt es zwar eine Aufwandsentschädigung, aber die reicht in der Regel gerade mal, um die privaten Fahrtkosten zu decken.

Auch interessant ist die Lage für Arbeitgeber von Ehrenamtlichen Mitgliedern der Feuerwehr. Sie haben die Mitarbeiter für Einsätze und Fortbildungen vom Dienst freizustellen. Zusätzlich genießen diese speziellen Mitarbeiter einen besonderen Kündigungsschutz. Zwar erhält der Arbeitgeber eine Ausfallentschädigung. Dafür muss aber in jedem Einzelfall ein Antrag an die Gemeindeverwaltung gestellt werden.

Die Feuerwehrvereine

Die zugehörigen Feuerwehrvereine ermöglichen es den Kameraden zwar, mit dem Vereinsrecht zu arbeiten, eine Vereinskasse zu führen und davon Ausflüge zu machen. Mit den Pflichten der aktiven Feuerwehr hat das aber wenig zu tun. Oft werden die Überschüsse aus den Vereinskassen sogar für Reparaturen und Geräte verwendet.

Unser Fazit

Würde es die freiwilligen Helfer nicht geben, müsste dafür Geld aufgewendet werden. Die Gemeinden müssten Feuerwehrpersonal finanzieren, das in Vollzeit angestellt werden müsste. Momentan machen diese Berufsfeuerwehren nur in größeren Städten und Flughäfen ihren Dienst. Die Zahl wird Sie wahrscheinlich überraschen: Das sind nur etwas über vier Prozent aller Feuerwehren in Deutschland.

Im Gegenzug gibt es fast eine Million ehrenamtliche Feuerwehrleute in 24.500 Freiwilligen Feuerwehren. Zeit, einmal „Danke“ zu sagen an die Mädels und Jungs und deren Arbeitgeber.